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Ratgeber

Marktbericht Freiburg Q1/2026

Freiburg startet mit knappen Angeboten und stabileren Preisen

Nach Zinsanstieg und Preiskorrektur wirkt der Markt zum Jahresbeginn 2026 ruhiger. Die Bodenbildung zeigt sich jedoch nicht überall gleich: Gute Lagen halten ihr Niveau besser, während einfachere Lagen preissensibler bleiben. Freiburgs Lebensqualität, Universität und Nähe zu Frankreich und der Schweiz stützen die Nachfrage weiterhin.

ca. 236.000Einwohner, Tendenz steigend
unter 1 %Leerstandsquote, bundesweit einer der niedrigsten Werte
2025Baugenehmigungen leicht über dem Vorjahr, weiter unter Bedarf
2023/2024Nach dem Rückgang stabilisiert sich das Transaktionsvolumen

Die Preisbänder zeigen eine klare Lagedifferenzierung

Durchschnittswerte bilden nur einen Korridor. Zustand, Mikrolage und Energiequalität können ein einzelnes Objekt deutlich innerhalb oder außerhalb dieser Spannen positionieren.

Eigentumswohnungen

Freiburger Eigentumswohnungen im Q1 2026
LagePreis/m² im DurchschnittVeränderung gg. Vj.Tendenz
Toplage6.200–7.500 €+1,5 %leicht steigend
Gute Lage4.800–5.800 €+0,5 %stabil
Mittlere Lage3.800–4.600 €-0,5 %stabil
Einfache Lage3.200–3.800 €-1,0 %leicht sinkend

Einfamilienhäuser

Preisspannen nach Haustyp
TypPreisspanneTendenz
Reihenhaus450.000–600.000 €stabil
Doppelhaushälfte550.000–750.000 €leicht steigend
Freistehendes EFH700.000–1.200.000 €stabil bis steigend

Mietwohnungen

Auch die Angebotsmieten bleiben hoch. Für Neubauwohnungen werden durchschnittlich 14–18 €/m² aufgerufen, für Bestandswohnungen 10–14 €/m². Die Mietpreisbremse greift; zugleich liegt die Nachfrage deutlich über dem verfügbaren Angebot.

Angebot und Nachfrage finden nur langsam zurück ins Gleichgewicht

Seit dem Tiefpunkt Mitte 2023 sind wieder mehr Objekte inseriert, der langjährige Durchschnitt wird aber noch nicht erreicht. Viele Eigentümer:innen halten an günstigen Altkrediten fest; gleichzeitig stockt der Neubau. Auf der anderen Seite kehren Familien und Kapitalanlegende mit leicht gesunkenen Zinsen und stabileren Preiserwartungen zurück.

Preis und Dauer hängen eng zusammen.

Gut eingepreiste Immobilien in gefragten Lagen finden häufig innerhalb von 4–8 Wochen einen Abschluss. Überhöhte Angebote benötigen deutlich länger.

Welche Quartiere besonders auffallen

Konstant stark

  • Wiehre: hohe Nachfrage und kaum Abschläge, besonders bei Altbauwohnungen
  • Herdern: stabile Familienlage
  • Vauban: bei jungen Familien weiter sehr gefragt

Mit Aufwärtsbewegung

  • Haslach: gute Anbindung bei moderaterem Preisniveau
  • Stühlinger: Bahnhofs- und Quartiersnähe wirken als Treiber
  • Rieselfeld: wachsende Infrastruktur und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Umland als Alternative

  • Gundelfingen: Stadtbahnanbindung und Preise 15–20 % unter Freiburg-Niveau
  • March: Alternative für Hauskäufer:innen mit Kaiserstuhl-Nähe

Vier Faktoren geben 2026 die Richtung vor

Zinsen

Die EZB hielt die Leitzinsen zuletzt stabil. Weitere leichte Senkungen im Verlauf von 2026 könnten zusätzliche Nachfrage auslösen.

Neubau

Hohe Baukosten und lange Genehmigungsverfahren halten die Bautätigkeit unter dem Bedarf.

Wachstum

Zuzug und Universität lassen Freiburg weiter wachsen und sichern eine strukturelle Nachfrage.

Regulierung

Mietpreisbremse und Umwandlungsverbot bei Mietwohnungen beeinflussen Anlageentscheidungen.

Der Ausblick bleibt vorsichtig positiv

Q2–Q3 2026

Stabile Kaufpreise, etwas mehr Transaktionen und weiterhin hohe Mieten durch die Angebotsknappheit.

2026–2027

In guten Lagen sind moderate Zuwächse von 1–3 % pro Jahr möglich. Einfache Lagen bleiben preissensibel; Dietenbach soll erste Wohnungen auf den Markt bringen.

Langfristig

Standortqualität und knappes Angebot sprechen weiter für einen stabilen Markt, ohne kurzfristige Schwankungen auszuschließen.

Für deinen Kauf bedeutet das: Lage, Finanzierung und Objektzustand bleiben wichtiger als der Versuch, den perfekten Marktzeitpunkt zu treffen. Beim Verkauf entscheidet ein realistischer Einstiegspreis darüber, ob die vorhandene Nachfrage tatsächlich erreicht wird.